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2 Ratgeber für Frauen zum Berufserfolg

Knaths 20200820 174709 resized  Marion Knaths

  Spiele mit der Macht

  Wie Frauen sich durchsetzen

  Hoffmann und Campe 2007

 

Modler 20200820 174647 resized

                                                                       

          

                                                       Peter Modler

                                         Das Arroganz Prinzip

                                                                So haben Frauen mehr Erfolg im Beruf

                                                                                                            Fischer 2012 

 

 

Leseempfehlung:

Die Autoren: Marion Knaths und Peter Modler sind im Bereich des Trainings von weiblichen Führungskräften tätig. Inhaltlich ähneln sich die Bücher. Das formale Herangehen an das Thema, wie Frauen mehr Erfolg in Führungspositionen haben, ist aber unterschiedlich.

Marion Knaths stellt eine These an die andere, Peter Modler behandelt fast die gleichen Thesen aber an ausführlichen Fallstudien.

Die Verhaltensempfehlungen der beiden Autoren an Ihre Klientel sind in großem Umfang trotz des Alters der Bücher weiterhin aktuell.

Die Quintessenz der Bücher lautet:

 

Die Istanbul - Konvention stärken

Wichtig für alle Frauen!

 

Berlin, 10.8.2020


Den Dammbruch verhindern – die Istanbul-Konvention stärken


Das Bündnis Istanbul-Konvention, ein Zusammenschluss von Frauenrechtsorganisationen in Deutschland, Verbänden und Expert*innen gegen geschlechtsspezifische Gewalt, zeigt sich besorgt über aktuelle Angriffe auf die Istanbul-Konvention, den bedeutendsten Frauenschutzvertrag in Europa.

Von der Bundesregierung fordert das Bündnis, Gewaltschutz von Frauen und Mädchen zu einem Eckpfeiler deutscher Außenpolitik zu machen. Es erklärt sich solidarisch mit den Frauenbewegungen und fortschrittlichen Kräften in Polen, Ungarn und der Türkei, die das Recht aller Frauen und Mädchen auf ein Leben ohne Gewalt verteidigen.
„Die Istanbul-Konvention war ein historischer Durchbruch für Frauen und Mädchen“, erklärt Katja Grieger, Geschäftsführerin des Bundesverbands Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe (bff). „Wird die Konvention konsequent umgesetzt, rettet sie Leben. Staaten, die von dem Vertrag zurücktreten oder die Umsetzung blockieren, senden das Signal, Frauen ihr Recht auf körperliche Unversehrtheit abzuerkennen.“
Jede dritte Frau in der EU hat seit ihrem 15. Lebensjahr körperliche und/oder sexuelle Gewalt erfahren. In Deutschland versucht täglich ein (ehemaliger) Partner seine Frau umzubringen. Jeden zweiten bis dritten Tag geschieht ein solcher Frauenmord. 2019 gab es in der Türkei nach Angabe der Initiative „Wir werden Frauenmorde stoppen“ (Kadın Cinayetlerini Durduracağız) 474 Femizide. Gleichzeitig fordern prominente Vertreter*innen der Regierungspartei von dem Abkommen zurückzutreten. Auf EU-Ebene blockieren osteuropäische Staaten die Ratifizierung. Tschechien, die Slowakei, Bulgarien, Lettland und Litauen haben die Konvention zwar selbst unterzeichnet, aber noch nicht in nationales Recht überführt. In Ungarn hat das Parlament im Mai 2020 die Ratifizierung gestoppt. Zuletzt kündigte der polnische Justizminister im Juli 2020 an, einen Austritt zu befürworten.
Dabei berufen sich Gegner*innen des Abkommens immer wieder darauf, traditionelle Werte schützen zu wollen. Dies ist besorgniserregend. „Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist ein Verbrechen. Sie muss gestoppt werden vorbehaltlos und ausnahmslos!“, sagt Dr. Delal Atmaca, Geschäftsführerin des Dachverbands der Migrantinnenorganisationen. „Noch benutzen Politiker*innen die Drohung vor allem, um bei frauenfeindlichen Wähler*innengruppen zu punkten. Der tatsächliche Austritt Polens oder der Türkei wären ein Dammbruch, den es unbedingt zu verhindern gilt.“

Das Bündnis begrüßt, dass sich Bundesfrauenministerin Franziska Giffey bereits in einem Brief an ihre polnische Amtskollegin gewendet und Gewaltschutz zur Priorität der deutschen EU-Ratspräsidentschaft erklärt hat. Außenminister Heiko Maas sollte diesem Beispiel jetzt folgen und den Schutz von Frauen und Mädchen fest in der deutschen Außenpolitik verankern.
„Die Umsetzung der Istanbul-Konvention zu blockieren, verzögern oder rückgängig zu machen, muss Konsequenzen haben“, fordert Mona Küppers, Vorsitzende des Deutschen Frauenrates (DF), für das Bündnis. „Ein Europa ohne Frauenrechte und effektiven Schutz von Frauen vor Gewalt ist im 21. Jahrhundert nicht mehr verhandelbar.“
Die Istanbul-Konvention ist ein Menschenrechtsabkommen des Europarats zur Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt gegen Frauen und Mädchen und seit Februar 2018 in Deutschland geltendes Recht – leider immer noch mit Vorbehalten bezüglich der Rechte von Migrant*innen. Sie verpflichtet die Unterzeichnerstaaten dazu, zum Schutz von Frauen und Mädchen vor Gewalt zusammenzuarbeiten (Artikel 62 Istanbul-Konvention).
Bündnis Istanbul-Konvention: Im Bündnis Istanbul-Konvention haben sich mehr als 20 Frauenrechtsorganisationen, Bundesverbände und Expert*innen mit dem Arbeitsschwerpunkt Gewalt gegen Frauen und Mädchen zusammengeschlossen. Das Bündnis verfolgt das Ziel, als Teil der Zivilgesellschaft die Umsetzung dieser verbindlichen Konvention in Deutschland zu begleiten und voranzutreiben sowie das öffentliche Bewusstsein für die Bedeutung der Istanbul-Konvention zu stärken.

Mitgliedsorganisationen: BAG Autonome Mädchenhäuser, BAG Forsa e.V., BAG kommunaler Frauenbüros, BAG Täterarbeit e.V., bff - Frauen gegen Gewalt e.V.., BIG e.V., BVFeSt e.V., DaMigra e.V., DF e.V., djb e.V., Frauenhauskoordinierung e.V., gesine intervention, JUMEN, KOK e.V., S.I.G.N.A.L. e. V., MIA e.V., medica mondiale e.V., Weibernetz e. V., ZIF

- Wer mehr zur Verbreitung von Gewalt gegen Frauen in Deutschland wissen will, findet auf der Seite des Bundesministeriums für Frauen,usw. wissenschaftliche Studien.

Gewalt gegen Frauen trifft auch akademisch ausgebildete Frauen, dazu im Besonderen: Peter Krope, Johannes Peter Petersen (Hrsg, beide Univ. Kiel) "Wege aus der Gewalt? Eine Studie im europäischen Rahmen über häusliche Gewalt gegen Frauen", Waxmann 2015, an der auch der Deutsche Akademikerinnenbund Bundesverband beteiligt war.

 

 

 

Mary Beard "Frauen&Macht"

Mary BeardBeard 20200719 142623 resized 1

„Frauen & Macht – Ein Manifest“

S.Fischer Verlag, 3. Auflage 2018

Gerade werden wir in Deutschland wieder einmal von Hasstiraden und Morddrohungen in den Sozialen Netzen gegen Politikerinnen aufgeschreckt, also gegen Frauen, die in politische Führungspositionen - trotz aller Schwierigkeiten – aufgestiegen sind. Die Forderungen der Frauen in Deutschland nach „Parität“ bzw. 50% Quoten für Ämter und Mandate zeigen, wie schwierig der Aufstieg – von einzelnen Ausnahmen abgesehen – noch immer ist und wie wenig selbstverständlich.

Hierzu erhellend sind zwei Aufsätze der englischen Historikerin und Feministin Mary Beard, Professorin für Klassische Altertumswissenschaft an der Universität Cambridge/GB, in dem kleinen Band „Frauen & Macht“, die auf vorhergehende Publikationen der Autorin zurückgehen.

 

Elizabeth Blackburn Medizinnobelpreisträgerin 2009

Elizabeth Blackburn - Medizinnobelpreisträgerin 2009

In der Wissenschaft sind Frauen in den Toppositionen noch immer stark unterrepräsentiert. DasEntschlüsselung 20200705 182411 resized spiegelt sich auch in der Vergabe der Nobelpreise wieder.

Seit 1901, der ersten Vergabe, erhielten insgesamt 867 Männer aber nur 52 Frauen den Nobelpreis.

In der Medizin waren es 12 Frauen und 204 Männer.

Eine dieser wenigen Frauen ist die

Molekularbiologin Prof. Dr. Elizabeth Blackburn, geb.1948,

die den Medizin-Nobelpreis 2009 für mehr als 20jährige Forschung zur „Entschlüsselung des Alterns“ erhielt, eine Forschung an den Telomeren, den Endstücken der Chromosomen. Sie fand heraus, dass die Länge der Telomere wesentlich für die Qualität unseres Alterns und die Länge unseres Lebens ist und dass diese Länge durch unseren Lebensstil beeinflussbar ist. Sie forscht zu Telomeren und der Telomerase an der Universität von San Francisco, Californien.

Ihr zusammen mit ihrer Forschungskollegin, der Psychologin Prof. Dr. Elissa Epel, verfasstes Buch

„Die Entschlüsselung des Alterns. Der Telomer-Effekt“ erschien 2017 im Mosaik Verlag.

Ein spannendes, lesenswertes Buch!

 

Malerinnen des 20. Jh.

   DasMalerinnen 20200705 161215 resized Büchlein gibt einen kurzen Überblick über 38 Malerinnen des 20. Jh. in einer Art Katalogstil.

   Es ist antiquarisch noch zu erhalten und erfreut alle, die sich nie oder selten mit Malerinnen beschäftigt haben. Man bekommt durch das Büchlein einen ersten Eindruck, wie vielfältig Frauen in der Kunstszene des 20. Jh. verankert waren.

  Die Neugier wird angeregt, mehr über diese und andere Malerinnen zu erfahren,

 

Trauer um Prof. Dr. Karin Peschel

Trauer um Prof. Dr. Karin Peschel

Am  19. Juni 2020  starb unser langjähriges Mitglied, Frau Prof. Dr. Karin Peschel, nach langer Krankheit.

Sie wurde 1935 in Leipzig geboren, wuchs in Braunschweig auf und studierte dort und in Münster Volkswirtschaftslehre, wo sie auch mit einer Arbeit aus dem Gebiet der Verkehrswissenschaft promovierte. Von dort wechselte sie an die TH Karlsruhe, wo sie 1970 habilitierte. 1971 nahm sie einen Ruf an die Christian Albrechts Universität Kiel an. Dort leitete sie ab 1974 das Institut für Regionalforschung in der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät. Von 1992 – 1996 war sie Rektorin der CAU, die zweite Frau in Deutschland, die in ein solches Amt gewählt wurde. 2000 ging sie in den Ruhestand.

1967 war sie in Karlsruhe in den Deutschen Akademikerinnenbund (DAB) eingetreten und war dort 1968 maßgeblich an der Organisation des Weltkongresses der IFUW (International Federation of University Women), heute GWI (Graduate Women International) mit Sitz in Genf, beteiligt.

Als sie 1971 beruflich nach Kiel wechselte, wurde sie Mitglied in der Kieler Gruppe des DAB. 2017 konnten wir sie für 50jährige Mitgliedschaft im DAB ehren.

Wir verlieren mit ihr ein stets an unserer Arbeit  interessiertes, prominentes Mitglied.

 

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