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Vielleicht interessieren Sie diese Hinweise und Berichte!

Wie manipuliert man Meinungen - eine Buchbesprechung

Der Autor, Christopher Wylie, ist der „Whistleblower“, der 2018 an die Öffentlichkeit ging und aus dem Innersten der Datenanalysefirma „Cambridge Analytica“(CA) mit Sitz in London und New York berichtete, was zum Konkurs des UnternWylie 20200821 171433 resized 2ehmens führte. CA betrieb digitale Kriegsführung – also ohne die bisher übliche Kriegsmaschinerie, sondern mit als Daten verkleideten „Fake News“, erprobt zuerst in afrikanischen und lateinamerikanischen Ländern und dann angewandt auf den US Präsidentschaftswahlkampf 2016 zugunsten von Trump und in Großbritannien zugunsten des Brexit.

Unter Einsatz von Erkenntnissen der Psychologie und von z.T. gekaperten Accounts von Facebook und Twitter wurden gezielte Beeinflussungsmöglichkeiten menschlichen Verhaltens entwickelt, die in ihrer letzten Konsequenz in der Lage sind, den Zusammenhalt ganzer, vor allem freier Gesellschaften zu zerstören.

Daher fordert Wylie in den Schlusskapiteln seines Buches einen umfassenden ethischen Kodex und eine Staaten übergreifende Regulierung für alle digitalen Medien, mit dem Hinweis, dass für Sachgüter bestimmte Standards, die eingehalten werden müssen, gesetzlich festgelegt sind. Ein solches Regelwerk müsse auch für alle digitalen Güter geschaffen werden.

Das Buch ist ein spannender Realkrimi.

 

Lois Pryce Buchbesprechung

Pryce, Lois:Pryce 20200825 135133 resized

Im Iran dürfen Frauen nicht Motorrad fahren:

was passierte als ich es trotzdem tat. (5000 Kilometer durch den wahren Iran.)

  1. – Dumont. - 2. Aufl. –

„Eine Frau, ein Motorrad und die wagemutigste Reise ihres Lebens
Eines Tages entdeckt Lois Pryce in London einen Zettel an ihrem weitgereisten Motorrad: Eine persönliche Einladung in den Iran, ausgesprochen von einem Fremden namens Habib. Die Neugierde der Abenteurerin ist geweckt. Dass Frauen im Iran offiziell gar kein Motorrad fahren dürfen ... und alle Bekannten ihr dringend davon abraten ... geschenkt! Ihre ebenso mutige wie überraschende Reise in den echten Iran kann beginnen: 5000 Kilometer mit Helm und Hidschab - und zahllosen unvergesslichen Begegnungen.“ (Buchkatalog.de)

Lois Pryce folgt auch den Spuren der Abenteuerreisenden Freya Stark und deren Haltung:

 

2 Ratgeber für Frauen zum Berufserfolg

Knaths 20200820 174709 resized  Marion Knaths

  Spiele mit der Macht

  Wie Frauen sich durchsetzen

  Hoffmann und Campe 2007

 

Modler 20200820 174647 resized

                                                                       

          

                                                       Peter Modler

                                         Das Arroganz Prinzip

                                                                So haben Frauen mehr Erfolg im Beruf

                                                                                                            Fischer 2012 

 

 

Leseempfehlung:

Die Autoren: Marion Knaths und Peter Modler sind im Bereich des Trainings von weiblichen Führungskräften tätig. Inhaltlich ähneln sich die Bücher. Das formale Herangehen an das Thema, wie Frauen mehr Erfolg in Führungspositionen haben, ist aber unterschiedlich.

Marion Knaths stellt eine These an die andere, Peter Modler behandelt fast die gleichen Thesen aber an ausführlichen Fallstudien.

Die Verhaltensempfehlungen der beiden Autoren an Ihre Klientel sind in großem Umfang trotz des Alters der Bücher weiterhin aktuell.

Die Quintessenz der Bücher lautet:

 

Die Istanbul - Konvention stärken

Wichtig für alle Frauen!

 

Berlin, 10.8.2020


Den Dammbruch verhindern – die Istanbul-Konvention stärken


Das Bündnis Istanbul-Konvention, ein Zusammenschluss von Frauenrechtsorganisationen in Deutschland, Verbänden und Expert*innen gegen geschlechtsspezifische Gewalt, zeigt sich besorgt über aktuelle Angriffe auf die Istanbul-Konvention, den bedeutendsten Frauenschutzvertrag in Europa.

Von der Bundesregierung fordert das Bündnis, Gewaltschutz von Frauen und Mädchen zu einem Eckpfeiler deutscher Außenpolitik zu machen. Es erklärt sich solidarisch mit den Frauenbewegungen und fortschrittlichen Kräften in Polen, Ungarn und der Türkei, die das Recht aller Frauen und Mädchen auf ein Leben ohne Gewalt verteidigen.
„Die Istanbul-Konvention war ein historischer Durchbruch für Frauen und Mädchen“, erklärt Katja Grieger, Geschäftsführerin des Bundesverbands Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe (bff). „Wird die Konvention konsequent umgesetzt, rettet sie Leben. Staaten, die von dem Vertrag zurücktreten oder die Umsetzung blockieren, senden das Signal, Frauen ihr Recht auf körperliche Unversehrtheit abzuerkennen.“
Jede dritte Frau in der EU hat seit ihrem 15. Lebensjahr körperliche und/oder sexuelle Gewalt erfahren. In Deutschland versucht täglich ein (ehemaliger) Partner seine Frau umzubringen. Jeden zweiten bis dritten Tag geschieht ein solcher Frauenmord. 2019 gab es in der Türkei nach Angabe der Initiative „Wir werden Frauenmorde stoppen“ (Kadın Cinayetlerini Durduracağız) 474 Femizide. Gleichzeitig fordern prominente Vertreter*innen der Regierungspartei von dem Abkommen zurückzutreten. Auf EU-Ebene blockieren osteuropäische Staaten die Ratifizierung. Tschechien, die Slowakei, Bulgarien, Lettland und Litauen haben die Konvention zwar selbst unterzeichnet, aber noch nicht in nationales Recht überführt. In Ungarn hat das Parlament im Mai 2020 die Ratifizierung gestoppt. Zuletzt kündigte der polnische Justizminister im Juli 2020 an, einen Austritt zu befürworten.
Dabei berufen sich Gegner*innen des Abkommens immer wieder darauf, traditionelle Werte schützen zu wollen. Dies ist besorgniserregend. „Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist ein Verbrechen. Sie muss gestoppt werden vorbehaltlos und ausnahmslos!“, sagt Dr. Delal Atmaca, Geschäftsführerin des Dachverbands der Migrantinnenorganisationen. „Noch benutzen Politiker*innen die Drohung vor allem, um bei frauenfeindlichen Wähler*innengruppen zu punkten. Der tatsächliche Austritt Polens oder der Türkei wären ein Dammbruch, den es unbedingt zu verhindern gilt.“

Das Bündnis begrüßt, dass sich Bundesfrauenministerin Franziska Giffey bereits in einem Brief an ihre polnische Amtskollegin gewendet und Gewaltschutz zur Priorität der deutschen EU-Ratspräsidentschaft erklärt hat. Außenminister Heiko Maas sollte diesem Beispiel jetzt folgen und den Schutz von Frauen und Mädchen fest in der deutschen Außenpolitik verankern.
„Die Umsetzung der Istanbul-Konvention zu blockieren, verzögern oder rückgängig zu machen, muss Konsequenzen haben“, fordert Mona Küppers, Vorsitzende des Deutschen Frauenrates (DF), für das Bündnis. „Ein Europa ohne Frauenrechte und effektiven Schutz von Frauen vor Gewalt ist im 21. Jahrhundert nicht mehr verhandelbar.“
Die Istanbul-Konvention ist ein Menschenrechtsabkommen des Europarats zur Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt gegen Frauen und Mädchen und seit Februar 2018 in Deutschland geltendes Recht – leider immer noch mit Vorbehalten bezüglich der Rechte von Migrant*innen. Sie verpflichtet die Unterzeichnerstaaten dazu, zum Schutz von Frauen und Mädchen vor Gewalt zusammenzuarbeiten (Artikel 62 Istanbul-Konvention).
Bündnis Istanbul-Konvention: Im Bündnis Istanbul-Konvention haben sich mehr als 20 Frauenrechtsorganisationen, Bundesverbände und Expert*innen mit dem Arbeitsschwerpunkt Gewalt gegen Frauen und Mädchen zusammengeschlossen. Das Bündnis verfolgt das Ziel, als Teil der Zivilgesellschaft die Umsetzung dieser verbindlichen Konvention in Deutschland zu begleiten und voranzutreiben sowie das öffentliche Bewusstsein für die Bedeutung der Istanbul-Konvention zu stärken.

Mitgliedsorganisationen: BAG Autonome Mädchenhäuser, BAG Forsa e.V., BAG kommunaler Frauenbüros, BAG Täterarbeit e.V., bff - Frauen gegen Gewalt e.V.., BIG e.V., BVFeSt e.V., DaMigra e.V., DF e.V., djb e.V., Frauenhauskoordinierung e.V., gesine intervention, JUMEN, KOK e.V., S.I.G.N.A.L. e. V., MIA e.V., medica mondiale e.V., Weibernetz e. V., ZIF

- Wer mehr zur Verbreitung von Gewalt gegen Frauen in Deutschland wissen will, findet auf der Seite des Bundesministeriums für Frauen,usw. wissenschaftliche Studien.

Gewalt gegen Frauen trifft auch akademisch ausgebildete Frauen, dazu im Besonderen: Peter Krope, Johannes Peter Petersen (Hrsg, beide Univ. Kiel) "Wege aus der Gewalt? Eine Studie im europäischen Rahmen über häusliche Gewalt gegen Frauen", Waxmann 2015, an der auch der Deutsche Akademikerinnenbund Bundesverband beteiligt war.

 

 

 

Mary Beard "Frauen&Macht"

Mary BeardBeard 20200719 142623 resized 1

„Frauen & Macht – Ein Manifest“

S.Fischer Verlag, 3. Auflage 2018

Gerade werden wir in Deutschland wieder einmal von Hasstiraden und Morddrohungen in den Sozialen Netzen gegen Politikerinnen aufgeschreckt, also gegen Frauen, die in politische Führungspositionen - trotz aller Schwierigkeiten – aufgestiegen sind. Die Forderungen der Frauen in Deutschland nach „Parität“ bzw. 50% Quoten für Ämter und Mandate zeigen, wie schwierig der Aufstieg – von einzelnen Ausnahmen abgesehen – noch immer ist und wie wenig selbstverständlich.

Hierzu erhellend sind zwei Aufsätze der englischen Historikerin und Feministin Mary Beard, Professorin für Klassische Altertumswissenschaft an der Universität Cambridge/GB, in dem kleinen Band „Frauen & Macht“, die auf vorhergehende Publikationen der Autorin zurückgehen.

 

Elizabeth Blackburn Medizinnobelpreisträgerin 2009

Elizabeth Blackburn - Medizinnobelpreisträgerin 2009

In der Wissenschaft sind Frauen in den Toppositionen noch immer stark unterrepräsentiert. DasEntschlüsselung 20200705 182411 resized spiegelt sich auch in der Vergabe der Nobelpreise wieder.

Seit 1901, der ersten Vergabe, erhielten insgesamt 867 Männer aber nur 52 Frauen den Nobelpreis.

In der Medizin waren es 12 Frauen und 204 Männer.

Eine dieser wenigen Frauen ist die

Molekularbiologin Prof. Dr. Elizabeth Blackburn, geb.1948,

die den Medizin-Nobelpreis 2009 für mehr als 20jährige Forschung zur „Entschlüsselung des Alterns“ erhielt, eine Forschung an den Telomeren, den Endstücken der Chromosomen. Sie fand heraus, dass die Länge der Telomere wesentlich für die Qualität unseres Alterns und die Länge unseres Lebens ist und dass diese Länge durch unseren Lebensstil beeinflussbar ist. Sie forscht zu Telomeren und der Telomerase an der Universität von San Francisco, Californien.

Ihr zusammen mit ihrer Forschungskollegin, der Psychologin Prof. Dr. Elissa Epel, verfasstes Buch

„Die Entschlüsselung des Alterns. Der Telomer-Effekt“ erschien 2017 im Mosaik Verlag.

Ein spannendes, lesenswertes Buch!

 

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